Impressionen aus Bad Rappenau
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Treschklingen

Schatten
Treschklingen Wappen

Eingliederung nach Bad Rappenau zum 1. Januar 1971

Gemarkungsfläche 505 Hektar

Aus der Geschichte
Brunnen in der Ortsmitte
Brunnen in der Ortsmitte
Treschklingen wurde erstmals 1232 urkundlich erwähnt. Bis ins 15. Jahrhundert ist ein Ortsadel nachweisbar. Die Ortschaft gehörte zum Ritterkanton Kraichgau. Um 1538 fiel der Ort von den Herren von Helmstatt an die Herren von Gemmingen-Hornberg. Ein bekanntes Mitglied der Familie war Reinhard von Gemmingen. Er erbaute 1582 die evangelische Kirche und 1588 ein dreistöckiges Schloss, das 1693 von den Franzosen zerstört wurde.

Das heutige Herrenhaus inmitten eines landwirtschaftlichen Betriebs stammt aus dem Jahre 1802. 1806 wurde Treschklingen badisch, gehörte zum Bezirksamt bzw. Landkreis Sinsheim und seit der Kreisreform von 1973 zum Landkreis Heilbronn.

Bei der Eingliederung nach Bad Rappenau am 1. Januar 1971 hatte Treschklingen 470 Einwohner.

Sehenswürdigkeiten

Evangelische Kirche, 1582 anstelle einer Kapelle erbaut, mit Grabplatten aus dem 16. und 17. Jahrhundert

Herrenhaus aus dem Jahr 1802

Wappen

Hintergrund: Rot. Ein aufrecht gestelltes, goldenes Fass. Darunter zwei schräg gekreuzte, silberne Eschenzweige. Das Wappen besteht in dieser Form seit 1957.

Heiteres aus Treschklingen
Die Evangelische Kirche
Die Evangelische Kirche
"Treschklinger Kerchrucker"

Die Einwohner Treschklingens stellten irgendwann fest, dass ihre Kirche weitab vom Zentrum steht. Es wurde nun heiß diskutiert, wie man diesem Missstand abhelfen könne. Man kam überein, dass alle Einwohner nach dem Kirchgang helfen sollten, die völlig deplatzierte Kirche zum Dorfmittelpunkt zu rücken. Der Dorfschultes steckte den Punkt ab, wo die Kirche künftig ihren Standort haben sollte. Die Stelle wurde mit einem Kittel markiert. Das Gotteshaus wurde nun in Richtung Ortsmittelpunkt gerückt. Doch zwischenzeitlich hatte ein vorbeiwandernder Handwerksbursche diesen Kittel mitgenommen. Die emsigen Treschklinger schoben die Kirche immer weiter, in der Hoffnung, die markierte Stelle müsse nun bald kommen. Als sie bereits am Ortsende angekommen waren, bemerkten sie ihren Fehler. Der Standort war nun ebenso falsch wie zuvor. Die Kirche noch einmal zu verrücken, war nicht mehr möglich, weil ja alle noch von der mühseligen Arbeit entkräftet waren. Somit steht bis zum heutigen Tag die Kirche außerhalb der Ortsmitte. Seit dieser Zeit nennt man die Treschklinger die "Kerchrucker".

 
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